Britney

Junge Frau mit geflochtenen Haaren steht in einem grünen Park, umgeben von Bäumen.

„Die Zukunft basiert auf dem Verständnis der Vergangenheit. Solange wir uns nicht mit Deutschlands Kolonialgeschichte auseinandersetzen, setzen sich koloniale Strukturen fort. Mit den Touren möchte ich dazu beitragen, das Bewusstsein für die bis heute anhaltenden Auswirkungen des Kolonialismus auf unsere Gesellschaft zu stärken und kritisches Nachdenken anzuregen.“
– Britney studiert derzeit Soziologie im Master

Marissa

Lächelnde Frau mit lockigem Haar in einem Park, trägt ein weißes Hemd, Hintergrund mit Bäumen und weichem Licht.

„Kolonialismus ist keine abgeschlossene Vergangenheit, sondern etwas, das bis heute in sozialer Ungleichheit und Rassismus nachwirkt. Die Touren machen Geschichte erlebbar und sind ein Safer Space, in dem Menschen sich offen austauschen können.“-
Marissa studiert derzeit Soziale Arbeit.

Abdoul

Lächelnder junger Mann mit lockigem Haar, trägt ein gestreiftes Hemd, steht vor einem modernen Gebäude mit Pflanzen.

„Indem wir Wissen über Kolonialismus vermitteln, verstehen wir nicht nur die Geschichte eines Landes, sondern auch wie globale Machtstrukturen entstanden sind und warum die Welt heute so ist, wie sie ist.“ -Abdoul studiert derzeit Publizistik, sowie Sozial- und Kulturanthropologie in Berlin.

Wie Afrodeutsche sich gegen das Nazi-Regime behaupteten

„Ich möchte den kritischen Umgang mit Kolonialismus normalisieren, und ich weiß, dass viele Menschen damit Schwierigkeiten haben. Aber ich bin auch positiv überrascht, dass es viele weiße Menschen gibt, auch viele weiße Deutsche, die bereit sind, diese kritische Perspektive zu übernehmen“, so Mvemba gegenüber der DW.

Dekolonisierung vor der eigenen Haustür

Marterpfahl, Tipi und Totem: Wir stehen in der Nähe der Afrikanischen Straße und schauen uns Bilder eines Spielplatzes an, der die Kulturen indigener Menschen in Nordamerika in eine stereotypisierte Spielwiese für Kinder verwandelt. »Wer trägt die Verantwortung?«, fragt ein Teilnehmer der Stadtführung. Justice Lufuma Mvemba, Gründerin von »deSta – Dekoloniale Stadtführung«, antwortet schlicht: »Die Mehrheitsgesellschaft«.

Gedenktafel in Berlin vermisst: Diese Belohnung gibt es für Hinweise

Eine Gedenktafel in der Wilhelmstraße 92 in Berlin-Mitte erinnert seit 2005 an die Berlin-Afrika- oder auch Kongo-Konferenz von 1884. Von vielen Menschen wird sie als Sightseeing-Spot bei wichtigen Stadttouren genutzt – unter anderem auch von DeSta (Dekoloniale Stadtführung). „Am Sonntag, den 25. Januar, habe ich noch eine Stadtführung gemacht und die Gedenktafel war da. Am darauffolgenden Donnerstag, 29. Januar, war sie verschwunden“, erzählt die Gründerin von DeSta, Justice Mvemba, im Gespräch mit der Berliner Zeitung.

Schokolonialismus: Die dunkle Geschichte hinter der beliebten Süßigkeit

Schokolade ist tief mit Kolonialismus, Sklaverei und Ausbeutung verwurzelt. Europäische Mächte etablierten Kakaoplantagen in Kolonien, nutzten Zwangsarbeit und versklavten Millionen Menschen, um die Nachfrage zu stillen. Noch heute spiegeln koloniale Stereotypen in der Werbung sowie prekäre Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau des Globalen Südens diese ungleiche Machtstruktur wider.

Sollte die Büste der Nofretete zurück nach Ägypten?

Die seit 1913 in Berlin befindliche Büste der Nofretete ist Gegenstand langjähriger Rückgabeforderungen Ägyptens. Während Ägypten die Ausfuhr als illegal betrachtet und eine bedingungslose Rückführung fordert, argumentiert die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit der Legalität der Fundteilung von 1912. Die Büste bleibt eine Hauptattraktion im Neuen Museum.