Wie Afrodeutsche sich gegen das Nazi-Regime behaupteten

„Ich möchte den kritischen Umgang mit Kolonialismus normalisieren, und ich weiß, dass viele Menschen damit Schwierigkeiten haben. Aber ich bin auch positiv überrascht, dass es viele weiße Menschen gibt, auch viele weiße Deutsche, die bereit sind, diese kritische Perspektive zu übernehmen“, so Mvemba gegenüber der DW.

Dekolonisierung vor der eigenen Haustür

Marterpfahl, Tipi und Totem: Wir stehen in der Nähe der Afrikanischen Straße und schauen uns Bilder eines Spielplatzes an, der die Kulturen indigener Menschen in Nordamerika in eine stereotypisierte Spielwiese für Kinder verwandelt. »Wer trägt die Verantwortung?«, fragt ein Teilnehmer der Stadtführung. Justice Lufuma Mvemba, Gründerin von »deSta – Dekoloniale Stadtführung«, antwortet schlicht: »Die Mehrheitsgesellschaft«.

Gedenktafel in Berlin vermisst: Diese Belohnung gibt es für Hinweise

Eine Gedenktafel in der Wilhelmstraße 92 in Berlin-Mitte erinnert seit 2005 an die Berlin-Afrika- oder auch Kongo-Konferenz von 1884. Von vielen Menschen wird sie als Sightseeing-Spot bei wichtigen Stadttouren genutzt – unter anderem auch von DeSta (Dekoloniale Stadtführung). „Am Sonntag, den 25. Januar, habe ich noch eine Stadtführung gemacht und die Gedenktafel war da. Am darauffolgenden Donnerstag, 29. Januar, war sie verschwunden“, erzählt die Gründerin von DeSta, Justice Mvemba, im Gespräch mit der Berliner Zeitung.